Rezepte


Christian Wenzel:
Einleitung:

In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine Reise. Eine Reise die dir die Welt der Lupine von vor Tausenden von Jahren bis heute zeigt. Du lernst dabei, was sie so besonders und wertvoll macht und warum du mit ihr nicht nur dir, sondern auch deiner Umwelt das Leben versüßt.. Außerdem erfährst du, wie sie dir zu einer abwechslungsreichen Ernährung verhilft, dich in deinem Wohlbefinden unterstützt und dir unvergesslichen Genuss bereitet. Du findest in diesem Artikel überdies drei Rezepte, die  nicht nur deinen Gaumen glücklich machen, sondern auch deiner Seele und deiner Figur guttun. 
 
Die Süßlupine:
Es gibt viele Gründe die Süßlupine zu kennen und zu genießen. Die Pflanze, die auch in Deutschland heimisch ist, hat neben 35% Eiweißanteil auch einen hohen Ballaststoffanteil zu bieten und enthält die Vitamine B1 und A sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium. Nicht nur für Sportler ein Muss, sondern wegen Ihres himmlisch leicht nussigen Geschmacks auf jedem Speiseplan eine Bereicherung. 
 
Kleine Einführung in die Welt der Lupine:
Die Lupine gehört zu der Familie der Hülsenfrüchte. Bestimmt hast du die wunderschöne Pflanze auch schon mal in der freien Natur gesehen oder ihre langen Blüten in einem herrlichen Blumenstrauß bewundert. Die Blüten der wilden Lupine sind meist blau, lila bis rötlich oder auch gelb und weiß. Besonders im Juni bis August blühen diese bis zu 150 Zentimeter hohen Pflanzen auf vielen Feldern, am Straßenrand und vielleicht auch in deinem Garten. Ihre Frucht sind die eiweiß- und nährstoffreichen Lupinensamen. Ihre wertvollen Lupinensamen, auch Lupinenkerne oder Lupinenbohnen genannt sind etwas grösser als erbsengroß und enthalten - abhängig von Sorte - sagenhafte 30 - 40% Eiweiß welches alle essenziellen Aminosäuren enthält.
Dabei reicht die Geschichte der Lupine Jahrtausende zurück. Im Mittelmeerraum werden Lupinen schon lange Zeit geschätzt.
 
Süßlupine und Lupine - ein Unterschied?
Während die Lupine die ursprüngliche Pflanze ist, ist die Süßlupine eine Zuchtform, in der die Bitterstoffe (Alkaloide) auf ein Minimum herausgezüchtet wurden. Somit sind die Samen der Pflanze auch ohne tagelanges herauswaschen der Bitterstoffe genießbar.
 
 
 
 
Was kann die Süßlupine?
 
Ein kurzer Steckbrief:
- heimischer und gentechnikfreier Anbau
- hoher Eiweißgehalt von 30 bis 40 Prozent
- enthält alle acht essenziellen Aminosäuren 
- Eiweiß wirkt basisch im Körper
- Anteil von 85 Prozent der gesunden, ungesättigten Fettsäuren am Gesamtfett 
- Ballaststoffanteil von 15 Prozent
- enthält u. a. die Vitamine B1, A und Kalium, Kalzium und Magnesium
 
Viele von uns haben heute mit Unverträglichkeiten zu kämpfen. Allergien gegen Gluten, Weizen, Produkte mit Laktose und hohen Mengen an Cholesterin sind heute für viele Menschen nicht mehr gut verträglich. Hier spielt die Süßlupine ihre wahren Stärken aus, denn sie ist:
- glutenfrei
- laktosefrei
- cholesterinfrei 
- zuckerfrei 
  • und natürlich rein pflanzlich 
 
 
 
Isst du gerne Soja? Dann probiere mal die Süßlupine aus
Sojamilch im Kaffee oder ein Stück Tofu. Das sind für viele von uns schon alltägliche Nahrungsmittel geworden und in jedem Supermarkt und gar Discounter erhältlich.
Was der grosse Vorteil ist, stellt auf der anderen Seite jedoch auch einen grossen Nachteil dar. Soja ist unlängst zum Massenprodukt geworden und durch die Auslaugung der Böden durch den Anbau müssen immer wieder neue Anbauflächen erschlossen werden. Die Verarbeitung wird auf Massenproduktion und Effizienz umgestellt. Somit bleibt vom ursprünglich gesunden Produkt, in der Regel nicht mehr viel nährstoffreiches übrig. Die Ausnahme bilden natürlich hochwertige regionale und Bio Soja Produkte.
 
Die Alternative: Süßlupine 
Die Süßlupine wächst heimisch und stellt keine allzu hohen Ansprüche an den Boden im Gegenteil, oft wächst sie sogar auf kargen Böden und reichert diese noch mit zusätzlichem Stickstoff an. Derzeit werden weiße Süßlupinen vorwiegend im Norden Deutschlands angebaut und auch in Deutschland verarbeitet, was den CO´2 Abdruck deutlich begünstigt.
 
Aus den Bohnen der Süßlupine werden die Grundprodukte:
- Lupinenmehl
- Lupinenflocken
- Lupinenkerne
und
- Lupinencrunchy
gewonnen.
 
Hieraus lässt sich alles zaubern was das Herz begehrt. Von Lupinenmilch und Joghurt über deftige Lupinenschnitzel und Steaks sowie leckeren Shakes, Desserts und Müslikreationen. Alles voller pflanzlichem Eiweiß, hochwertigen Fetten und guten Kohlenhydraten.
 
Tipp einbauen:
Alle Produkte können ganz einfach hier gemeinsam erworben werden:
www.klaroh.com/Lupinen/
 
 
 
Um die Vielfalt dieser Pflanze zu zeigen hat Christian Wenzel von christian-wenzel.com der Lupine ein Kompendium incl. grossem Rezeptteil gewidmet und an thebirdsnewnest aus dem neuen Buch “Vegan Kochen mit Lupine” drei der besten Rezepte spendiert. 
 
 
Gebackener Kürbis mit Lupinengemüse
 
 
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Garzeit: 35 Minuten
Personen: 2

1 Butternut-Kürbis
6 EL Olivenöl
1 rote Paprikaschote
150 g gegarte Lupinenkerne (in Salzlake)
1 Dose Kidneybohnen (ca. 250 g Abtropfgewicht)
1 rote Zwiebel
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
1/2 TL Kreuzkümmelpulver
2 Handvoll Wildkräutersalat (ersatzweise würziger Mixsalat)
4–5 Basilikumblätter
1 EL Lupinenflocken
essbare Blüten zum Garnieren

Den Backofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
Den Kürbis waschen, längs halbieren und die Kerne herauskratzen. Die Schnittflächen mit 2 EL Olivenöl bepinseln und die Kürbishälften mit den Schnittflächen nach oben auf ein Backblech setzen.
 
Die Paprika waschen, halbieren, putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Lupinenkerne und die Kidneybohnen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Streifen schneiden.
 
Die Kürbishälften im Ofen zunächst ca. 15 Minuten backen. In der Zwischenzeit das restliche Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebel und die Paprikawürfel darin scharf anbraten. Die Lupinenkerne und die Kidneybohnen hinzufügen, unter Schwenken erhitzen; mit Salz, Pfeffer und dem Kreuzkümmel würzen. Gemüsemischung auf den Kürbishälften verteilen und diese im Ofen weiter garen, bis sich die Kürbisse leicht einstechen lassen.
 
Während die Kürbisse garen, den Salat waschen, verlesen und trocken schleudern. Das Basilikum waschen, mit Küchenpapier trocken tupfen und in dünne Streifen schneiden. Die Kürbishälften und den Salat auf Tellern anrichten. Die Kürbisfüllung mit den Basilikumstreifen und den Lupinenflocken bestreuen, den Salat mit essbaren Blüten garnieren. Dazu nach Belieben eine Vinaigrette oder ein Salatdressing reichen.
 
 
Pro Person:
 
kJ/kcal         2480/600    E       29,4 g         K       42,8 g         F       34,3 g
 
 
 
Erdmandel-Lupinen-Porridge
 
 
Vorbereitungszeit: 25 Minuten

Wartezeit: 5 Minuten
Personen: 2

Für die Porridge-Mischung (500 g/12 Portionen):
8 getrocknete Feigen
10 getrocknete Aprikosen
4 EL Hanfsamen
4 EL Sonnenblumenkerne
120 g Erdmandelflocken, glutenfrei
40 g Quinoa-Kleie
40 g Buchweizenflocken
100 g Lupinenflocken
40 g Teff-Flocken
 
Außerdem:
200 ml Getreidemilch
1 EL Rohrohrzucker
2 Msp. Zimtpulver
Blaubeeren zum Garnieren
Lupinenflocken zum Bestreuen
 
Für die Porridge-Mischung die Trockenfrüchte klein schneiden. Die Hanfsamen und die Sonnenblumenkerne im Mörser zerstoßen. Alle Zutaten für die Porridge-Mischung in einer Schüssel vermengen.
 
Für 2 Portionen Porridge die Getreidemilch erhitzen. 6–8 EL der Porridge-Mischung auf 2 Schüsseln verteilen, mit der heißen Getreidemilch übergießen und ca. 5 Minuten quellen lassen. Mit dem Rohrohrzucker süßen und mit dem Zimt abschmecken. Mit Blaubeeren garnieren und mit Lupinenflocken bestreuen.
 
Pro Person:
kJ/kcal         1680/400    E       14,9 g         K       56,4 g         F       11,4 g
 
 
Lupinen-Bolognese mit Zucchininudeln
 
 
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Garzeit: 25 Minuten
Wartezeit: 1 Stunde
Personen: 2

50 g Lupinenschrot
1 Möhre
100 g Sellerieknolle
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Zweige frischer Rosmarin
2–3 Zucchini
4 EL Olivenöl
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
2 EL Tomatenmark
150 ml trockener Weißwein
1 Dose gehackte Tomaten (400 ml)
2 Lorbeerblätter
frischer Thymian und glatte Petersilie zum Garnieren

Den Lupinenschrot in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser etwa 1 Stunde quellen lassen. Die Möhre und den Sellerie schälen und auf einer Küchenreibe grob raspeln. Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden, den Knoblauch schälen und hacken. Den Rosmarin waschen, trocken schütteln und die Nadeln hacken. Die Zucchini waschen, putzen und (am besten auf einem Gemüsehobel oder auf einer Mandoline) längs in dünne Streifen ziehen und beiseitestellen.
 
Die Hälfte des Olivenöls in einem Topf erhitzen. Das Lupinenschrot in einem Sieb gut abtropfen lassen und zusammen mit der Zwiebel, dem Knoblauch und dem geraspelten Gemüse darin unter Rühren anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Tomatenmark einrühren und anrösten. Mit dem Weißwein ablöschen und die Dosentomaten angießen. Den Rosmarin und den Lorbeer dazugeben. Bei niedriger Temperatur ca. 20 Minuten sämig einköcheln lassen und dabei öfter umrühren.
 
Das restliche Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Zucchinistreifen darin anschwitzen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Lupinen-Bolognese abschmecken , die Lorbeerblätter herausfischen. Die Zucchini auf Tellern anrichten und die Bolognese darüber verteilen. Mit frischem Thymian und mit Petersilie garnieren.
 
 
Pro Person:
 
kJ/kcal         1430/340    E       17,2 g         K      15,2 g         F      17,9 g
 
 
 
Rezepte und Bilder siehe auch anhängende Leseprobe und Fotos
 
 
Fazit: 
Genieße die leckere Süßlupine! Sündenfrei und in vollen Zügen verzaubert sie dich mit ihrem Charme
 
Lorbeerblätter herausnehmen?
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